Der Wildpark like

Schloss Tambach befindet sich seit Anfang des 19. Jh. im Privatbesitz der Grafen zu Ortenburg und wird bis heute von dem jeweiligen Familienchef bewohnt. Öffentlich ist die sich im Schloss befindende Schlosskirche,
die vom SchlossSichtachse1Schlosshof aus zugänglich ist. Auch die Kirche ist in Privatbesitz und wird von der Familie unterhalten. Die Kirche kann für Hochzeiten und Taufen gebucht werden.

Das barocke Schloss ist Ende des 17. Jh. in mehreren Bauphasen als Sommersitz der Äbte von Langheim errichtet worden. Mit der Säkularisierung wurde das Klosteramt Langheim und das Klosteramt Schloss Tambach aufgelöst. Schloss Tambach fiel 1803 an das Kurfürstentum Bayern und 1806 dann an die Grafen zu Ortenburg. Vom jeweiligen Familienchef der Familie der Grafen zu Ortenburg wird
das Schloss seither bis heute bewohnt.


Die Außenfront des Westflügels, der bis dahin als Wirtschaftstrakt gedient hatte, wurde Ende des 19. Jh. dem Wohntrakt des restlichen Schlosses angepasst. Im Inneren wurden Wohnräume eingerichtet.

Die im 18. Jh. bei der Vollendung des Tambacher Schlosses von Baumeister Fink - Schüler des Würzburger Hofbaumeisters Fischer - im reinen Louis XVI- Stil formvollendet gestaltete Schlosskirche gilt als kunstgeschichtliche Rarität. Die ursprüngliche Innenausschmückung erfolgte mit Werken des Bamberger Bildhauers Michael Trautmann (1742- 1809).

Mit dem Einzug der protestantischen Grafen zu Ortenburg Anfang des 19. Jh. wurde die Funktion der bisherigen katholischen Klosterkirche in die einer evangelischen Pfarrkirche geändert. Damit einher
ging die Umgestaltung des Gotteshauses; alle typisch katholischen Ausstattungsstücke der Heiligenverehrung wurden entfernt und an die benachbarten katolischen Kirchen Autenhausen, Witzmannsberg und Neundorf verteilt. Entfernt wurden auch die beiden, damals im Schlosshof sich befindenden Brunnen, ebenfalls von Trautmann geschaffen. Einer der beiden Brunnen steht heute in der Nachbargemeinde Neundorf.
Schlosshof


 Im Jahre 1953 konvertierte Alram Graf zu Ortenburg wieder zum katholischen Glauben. Die Schlosskirche wurde rekatholisiert. Die Kirche wird bis heute für Messen der Familie
und Gemeinde genutzt.

Große Teile, ca. 50 ha, des ehemals englischen Schlossparks wurden in den 70ern in den heutigen Wildpark umgewandelt. Dieser WildPark ist bis heute im Privatbesitz der gräflichen Familie und wird von ihr selbst betrieben. 

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