Der Wildpark like
Von den Anfängen des Wildparks vor über 40 Jahren, entstanden nach dem Vorbild englischer Landsitze, hat sich das heutige Erscheinungsbild unseres Wildparks weiterentwickelt ohne dabei den besonderen Charme und Charakter des alten englischen Schlossparks aus den Augen verloren zu haben.
Mit über 250 Wildtieren erstreckt sich der Park auf über 50 ha, eingebettet im weitläufigen alten, historischen Schlosspark. In diesem prachtvollen englischen Park mit altem Baumbestand, Teichen und Bächen erstrecken sich weitläufige, teilweise begehbare, Gehege. 


Regelmäßige Führungen und Fütterungen sowie unsere Sonderveranstaltungen, nachzulesen in unserem
Veranstaltungskalender 2017, lassen Tiere und Park zu den unterschiedlichsten Tages- und Jahreszeiten hautnah und sehr abwechslungsreich erleben. Für Familien und Kinder haben wir verschiedene WildParkRallyes entwickelt, die den Spaziergang durch den Park noch abwechslungs- und erlebnisreicher machen.

Mit dem bay. Jagdfalkenhof ist bereits vor vielen Jahren ein Partner gefunden worden, der zahlreiche bedrohte Greifvogelarten züchtet, zur Schau stellt und in spannenden Flugvorführungen über ihre Lebensweise und Herkunft moderiert. Unsere Greifvogelbeobachtungsstation „Greifvogel im Fokus“ ermöglicht es dem Besucher, Greifvögel direkt beim Brüten und der Aufzucht ihrer Jungvögel zu beobachten.

Unsere Fotogalerie zeigt viele spannende Impressionen der Tiere in Ihrer Lebensfülle und Vielfalt.
Unter Daten und Fakten erfahren Sie Hintergrundinformationen und Zahlen zur Haltung der Tiere.
Individuelle Sonderführungen, geführt von qualifizierten Tierpflegern, sind buchbar.


Veranstaltungen

Während der Hauptsaison bieten wir sowohl kostenlose Fütterungstouren und Flugvorführungen als auch vielfältige Sonderveranstaltungen zu den verschiedensten Themen im Bereich Wild und Park an. Darüber hinaus ermöglichen individuelle Sonderführungen und -fütterungen mit einem Tierpfleger, die sich ganz nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen orientieren, ein sehr persönliches Kennenlernen der Tierart/-en. Kindern bietet der Park, entsprechend der Altersklasse, in den Pfingst- und Sommerferien, verschiedene Ferienprogramme an. Natürlich haben wir uns auch etwas Spezielles für die verschiedenen Feiertage im Jahr überlegt. Das gesamte Veranstaltungsprogramm des Parks ist nachzulesen und downzuloaden.



Fütterungsregeln

Im WildPark gelten Fütterungsregeln, die strikt einzuhalten sind.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir nur erlauben können, unser eigenes WildPark-Futter, das speziell auf unsere Tiere abgestimmt wurde, zu verfüttern. Aufgrund immer wieder kehrender Vorfälle behalten wir uns vor, Personen, die sich nicht an unsere Regeln halten, anzuzeigen und des Parks zu verweisen.



Tierpatenschaft

Der WildPark Schloss Tambach hat Zoostatus und ist im Privatbesitz von Heinrich Graf zu Ortenburg.
Im Gegensatz zu allen öffentlichen, seien es staatliche oder kommunale Zoos und WildParks, erhält dieser Park keinerlei finanzielle kommunale oder staatliche Unterstützung. Dieser Park finanziert sich ausschließlich über Eintrittsgelder und Tierpatenschaften. Um diesen Park zu erhalten sind wir auf diese Gelder angewiesen. Mit der Übernahme einer Tierpatenschaft können Sie einen direkten Beitrag zur Haltung und Pflege unserer Tiere leisten und helfen, den Erhalt dieses WildParks zu sichern. Weitere Informationen unter Wild/Tierpatenschaften.

 

Grundlagen Greifvogelhaltung

131009 Geier Anflug MG 5654

Flugverhalten von Greifvögeln

Greifvögel – egal ob in freier Natur oder in menschlicher Haltung – fliegen nicht zum Spaß. Der Flug eines Greifvogels bedeutet für diesen Energieverbrauch, welcher durch eine erfolgreiche Jagd wieder kompensiert werden muss. In freier Natur ist die Jagd jedoch sehr risikoreich und mit ungewissem Ausgang. In der Regel ist ein Wildvogel nur bei jedem achten bis zehnten Jagdflug erfolgreich. Dies bedeutet, dass der Vogel zum Fliegen immer einen Grund benötigt. Die häufigsten Gründe hierzu sind: Jagd (Beuteerwerb), Horst- und Revierverteidigung, Balz (Partnersuche) oder Flucht. Liegt keiner dieser Gründe vor, so hat der Vogel keinen entsprechenden Bewegungsdrang. Dieses Verhalten gilt nicht nur für Greifvögel, sondern generell für alle Beutegreifer, ob Greifvogel, Löwe, Luch, Wolf oder andere.

Falke Franz2012

Volierenhaltung

Bei einer Volierenhaltung von Greifvögeln, müssen die verwendeten Volieren vom lokalen Amtstierarzt genehmigt werden. Die Größe der Volieren richtet sich dabei nach den zu haltenden Greifvögeln. Im Gutachten zu „Mindestanforderungen an die Haltung von Greifvögeln und Eulen“ der „Sachverständigengruppe Gutachten über die tierschutzgerechte Haltung von Vögeln“ werden den zuständigen Behörden Empfehlungen für die Größe und Aufbau von Halteeinrichtungen für Greifvögel zur Hand gegeben. Zu beachten ist jedoch, dass dieses Gutachten lediglich empfehlenden Charakter hat, nicht bindend ist und keine Rechtsgrundlage darstellt. Die finale Entscheidung über die Genehmigung einer Halteeinrichtung obliegt immer dem lokalen Amtsveterinär. Generell gilt jedoch bei Volieren für Greifvögel zu beachten, dass die meisten Greifvogelarten „Schnellstarter“ sind – also auf kurze Distanz bereits eine große Geschwindigkeit erreichen. Demnach können auch zu groß gestaltete Volieren lebensgefährlich für Greifvögel sein. Fliegt ein Vogel mit zu großer Geschwindigkeit in eine Volierenbegrenzung (z.B. Zaun), besteht ein hohes Verletzungsrisiko, welches ggf. auch tödlichen Ausgang haben kann. In der Gestaltung von Volieren gilt also der Leitsatz „je größer desto besser“ definitiv nicht. Eine Voliere muss immer auf die entsprechende Greifvogelart und deren arttypischen Verhaltensmuster angepasst sein.

Weikopfseeadler 2

Falknerische Anbindehaltung

Inhabern eines gültigen Falknerjagdscheines ist neben der Volierenhaltung auch die falknerische Anbindehaltung an Block, Sprenkel und Flugdrahtanlage gestattet. Die Grundsätze der entsprechenden Haltungseinrichtungen werden ebenfalls im o.g. Gutachten empfehlend erläutert. Jedoch obliegt die finale Genehmigung einer entsprechenden Einrichtung auch hier dem Amtsveterinär. Generell gilt jedoch, dass die falknerische Haltung immer gekoppelt an den regelmäßigen Freiflug und Training des Vogels ist. Ausnahmen hierfür sind lediglich medizinische Indikationen. Auch bei der Gestaltung der Flugdrahtanlagen muss das arttypische Verhalten und die Biologie des Greifvogels beachtet werden. Fliegt ein Vogel zu schnell zum Ende der Halteeinrichtung besteht akutes Verletzungsrisiko. Auch hier gilt also nicht der Grundsatz "groß oder lang gleich gut".